Nachhaltigkeit leben - aber wie?

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

 

Qualität statt Quantität. Produkte aus fairer Herstellung. Möglichst lokaler Konsum. Ressourcenschonung. Verzichten auf Plastiktüten. Verzichten auf Einmal-Geschirr beim Picknick.

 

 

Jeden Tag werden wir mit mahnendem Zeigefinger darauf hingewiesen, dass man sich eigentlich nachhaltiger verhalten sollte. Kommt das Thema zur Sprache fühlt jeder, wie das schlechte Gewissen in einem hochkriecht.

"Ja ich weiß, ich könnte mehr machen ABER..."

 

 

Das große ABER

Ich muss nun Mal täglich diese Strecke zurücklegen, ABER mir den öffentlichen Verkehrsmitteln brauche ich doppelt so lange. Ich wollte keine Plastiktüten mehr annehmen, ABER habe schon wieder vergessen eine Stofftasche einzupacken.

 

 

Es gibt viele Gründe um am Ende des Tages doch nichts umzusetzen.

Neuere Theorien in der Ökonomie zeigen, dass man nicht alles umkrempeln muss um einen Unterschied zu machen. Mit gezielten Eingriffen kann man eine möglichst große Wirkung erzielen.

 

Hier ein Beispiel:

Wenn jeder Haushalt bei jedem Waschgang die Waschmaschine komplett befüllt und nicht halb leer laufen lässt, und somit pro Jahr ein Waschgang eingespart werden kann, kommen wir auch ein wahnsinniges Ergebnis:

 

Es lassen sich pro Jahr in Deutschland über 5.000 Tonnen Waschmittelbelastung im Abwasser, ungefähr 4 Millionen Kubikmeter Wasser und 24 Millionen Kilowattstunden Strom einsparen (siehe hier). 

Wenn wir dann auch noch unsere Wäsche mit 40 Grad und länger anstatt mit 60 Grad waschen (also im Sparprogramm) ergibt das alles zusammen in Summe die Ersparnis des jährlichen Stromverbrauchs von 33.000 Menschen!!!

 

Diese Daten stammen übrigens vom Umweltbundesamt.

 

Zahlen beiseite, Nachhaltigkeit kann man nicht von heute auf morgen umsetzen. Wie bei einer Crash-Diät scheitert man schnell an großen Zielen wenn man ohne Plan für die Umsetzung loslegt.

Logische Konsequenz: ich brauche einen Plan.

 

 

Schritt für Schritt möchte ich Kleinigkeiten im Alltag umsetzen und sie mit der Zeit fest verankern. Das große Ziel?

Ich möchte ankommen in einem Konsumverhalten in dem ich mich wohl fühle und in dem ich kein schlechtes Gewissen haben muss.

Was ich bereits umgesetzt habe

-        Beim Essen gehen auswärts (z. B. in der Mensa, Café oder ähnlichem) höchstens eine oder keine Serviette mitnehmen – benutzt/braucht man sie wirklich?

-        Plastiktüten vermeiden oder wenn dann wiederverwenden + immer eine Stofftasche im Auto haben

-        Keine Peelings mehr mit Plastik-Teilchen

-        Keine Plastikflaschen mehr kaufen, stattdessen eigene Wasserflasche verwenden und Leitungswasser (eventuell gefiltert / mit Sodastream behandelt) abfüllen

-        An alle Steckdosen Mehrfachstecker mit Kippschalten anbringen und ausschalten (z. B. bei der Mikrowelle, Schreibtisch, Ladegeräte etc.)

-        Kleidung und Schuhe tragen bis sie wirklich kaputt sind oder spenden statt wegwerfen

-        Kartons und Füllmaterial von Bestellungen aufheben und wiederverwenden

-        In der Arbeit mit Schmierpapier arbeiten

-        Im Studium weniger/nur nötige Skripte ausdrucken, gedruckte Skripte eventuell nach dem Semester weitergeben oder verkaufen

-        Bewussteres Einkaufen – was brauche ich wirklich?

-        Geschirrtuch und Lappen statt Zewa

-        Kaffee-Vollautomat statt Pad-Maschine

-        Abgestandenes Wasser zum Blumen gießen verwenden statt es wegzuschütten

-        Wasser abdrehen wenn es nicht gebraucht wird (Haare einschäumen etc.)

-        Abends alle Jalousien runterlassen (auch wenn man nicht im Raum ist) um Heizkosten zu sparen

-        Umgekehrt im Sommer Jalousie unten lassen (solange die Zimmerpflanzen es mitmachen) wenn man nicht zuhause ist, um sich den Ventilator zu sparen

-        Toilettenpapier mit dem blauen Engel kaufen (dafür wurde kein Baum gefällt)

-        Auf Energiesparlampen und LED´s umsteigen

 

-        Zu zweit in die Badewanne statt hintereinander :-P Natürlich nur mit dem Liebsten

Was auf meiner To-Do Liste steht

-        Öfter mal das Rad statt das Auto nehmen

-        Mehr auf Qualität beim Kauf achten (vor allem bei Kleidung)

-        Naturkosmetik Pflegeprodukte ausprobieren und umsteigen, wenn ich es vertrage

-        Beim Kauf von Obst auf die Herkunft achten

-        Obst und Gemüse nach Saison essen

-        Spenden für den Tierschutz

-        Meinen Kanal nutzen um Aufmerksamkeit darauf zu richten (hier ein Anfang)

-        Tomaten selber anpflanzen (Basilikum, Peperoni und Schnittlauch habe ich inzwischen mehr oder weniger erfolgreich selber zuhause)

-        Bei der Produktwahl öfter die App Codecheck verwenden

-        Palmöl ganz vermeiden

 

-        Weniger Fleisch konsumieren

Hier lasse ich mich sehr gerne von euch inspirieren: Welche Schritte habt ihr im Alltag umgesetzt um nachhaltiger zu handeln?

Ich hoffe ich kann mit diesem Blogpost eine respektvolle Diskussion anregen!

Ich freue mich auf eure Kommentare :)

 

Liebste Grüße

Agnes

 

 

PS: Ich werde aus gesundheitlichen Gründen nie Vegetarier oder Veganer werden (können) ;) Und die Kapuze ist natürlich kein echter Pelz!

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Nina (Donnerstag, 15 Dezember 2016 17:12)

    Super Blogeintrag! Einige der Sachen, die du aufgeführt hast, mache ich auch schon aber du hast mich auf noch viel mehr aufmerksam gemacht, worauf man noch achten sollte und auch kann. Naturkosmetik soweit man es verträgt finde ich auch super! :)

  • #2

    Die Verena (Donnerstag, 15 Dezember 2016 19:11)

    Super geschrieben! Ich finde auch das jeder seinen eigenen Weg nehmen soll, ich ernähre mich pescetarisch und filtere mein Wasser oder koche mir meinen Tee dafür fellt es mir schwer meinen Konsum zu reduzieren .. :) liebste Grüße

  • #3

    Klara (Donnerstag, 15 Dezember 2016 19:15)

    Hi Agnes,

    mal ein ganz anderes Thema, aber super Beitrag. Ich versuche da auch sehr drauf zu achten, weniger sinnloses verschwenden und kaufen.
    Es ist echt der Wahnsinn wie viel Plastikmüll man so ansammelt an Verpackungen...
    Versuch das mal mit Naturkosmetik, habe fast nur noch Naturkosmetik bei Pflegeprodukten und bei der Dekorativen wird es auch immer mehr.
    Gerne mehr zu dem Thema
    Liebe Grüße

  • #4

    Kim (Donnerstag, 15 Dezember 2016 23:13)

    Bei mir hat sich nachdem ich von normal zu Vegan umgestiegen bin auch sehr viel anderes geändert. Ich kaufe keine Plastikflaschen mehr, Fülle mir nur noch Wasser ab. Kaufe nur noch mit Robusten Shoppern ein die man ewig verwenden kann. Kaufe weniger ein damit Sachen nicht schlecht werden, kaufe dann lieber nochmal was ein wenn was gebucht wird. Obwohl ich dadurch eher Sachen verbrauche die noch irgendwo im Vorrat sind. Bin auch bei Pflegeprodukten komplett auf Vegane Naturkosmetik umgestiegen. Kaufe viel bewusster Klamotten ein, nur wenn es mir wirklich super sehr aufjedenfall gefällt und ich es wirklich brauche. Überlege 3x bevor ich mir irgendwas neues anschaffe. Sortiere grade vieles aus was nur rumsteht. Ich glaub das war so das meiste

  • #5

    Lifestylebazar (Sonntag, 01 Januar 2017 22:27)

    Die Jacke steht dir richtig gut. Toller Beitrag.

    www.lifestyle-bazar.com