6 gelernte Lektionen im neuen Job

Der ersten vier Wochen im neuen Job sind geschafft. Neben vielen Informationen über meine Aufgaben, interne Abläufe und Unternehmenskultur, die ich natürlich nicht mit euch teilen kann, habe ich auch viel über mich gelernt. Hier ein kleiner Überblick der Lektionen die mich in den ersten vier Wochen erwartet haben.

Der größte Gegner ist die Zeit

In früheren Jobs habe ich die Erfahrung gemacht, dass man anfangs nicht viel alleine machen kann und viel Zeit mit dem Warten auf Anleitung verbringt. Nicht so in diesem Job. Von der ersten Sekunde an war ich in vollen Zügen eingebunden. Das Gefühl tatsächlich gebraucht zu werden bietet eine Menge Motivation und das Gefühl die richtige Stelle gewählt zu haben.

 

Nachteil: vom ersten Tag an hatte ich es ununterbrochen eilig.

Vorteil: Ich habe es vermutlich geschafft meine persönliche Produktivitätslevel mehrfach zu toppen. Zu sprinten und dabei nie die Konzentration zu verlieren ist definitiv etwas, dass mir meine Kollegen voraus haben. Aber Übung macht den Meister.

Positive Energie ist tatsächlich ansteckend

Man begegnet immer und überall Personen die gerade genervt, gestresst oder schlecht drauf sind. Jeder ist irgendwann mal nicht der pure Sonnenschein. Wenn man mit vielen verschiedenen Personen zusammen arbeitet passiert es immer wieder, dass man mit jemandem arbeitet, der gerade einen schlechten Tag hat.

 

Mein Rezept: Zuhören, Lösungen erarbeiten, das Thema abhacken und weitermachen. Natürlich kann man nicht für alles eine Lösung finden. Manchen Personen hat seit Tagen niemand richtig zugehört. Das alleine kann schon Wunder bewirken.

 

PS: lässt sich ebenfalls im Privatleben super umsetzen!

Das Notizbuch ist der beste Freund

Gerade beim Start in einem neuen Job lernt man so viele verschiedene neue Aufgaben mit unendlich vielen Wenn's und Aber's und Sonderfällen, dass es unmöglich ist alles zu behalten. Das einzige was mir wirklich hilft: aufschreiben, aufschreiben, aufschreiben!

 

Ich habe schon vor einigen Jahren angefangen mir "Arbeitsanweisungen" oder How to's für alle möglichen Aufgaben zu schreiben. Teilweise mit ausgedruckten Screenshots, teilweise nur handgeschrieben. Gerade Aufgaben die nicht täglich anfallen sind sehr fehleranfällig!

Der Club der Zuhause-über-die-Arbeit-Nachdenker

Das man zuhause auch einmal über die Arbeit nachdenkt ist normal. Vielleicht auch, dass man mal grübelt. Dass es einen bis in den Schlaf verfolgt kannte ich bisher nicht aus persönlicher Erfahrung, sondern nur aus Erzählungen meines Umfeldes. Tatsächlich befinde ich mich jetzt auch in diesem Club.

Vorteil: man sieht tatsächlich so viel Sinn in der eigenen Arbeit, dass einen ungelöste Probleme nicht mehr loslassen.

Nachteil: man hat nie Feierabend.

 

Ich bin gespannt wie sich das weiter entwickelt. Habt ihr Tipps & Erfahrungen zu diesem Thema?

Morgenstund' hat Gold im Mund

Ich kann die Gerüchte bestätigen: Morgens ist man produktiver. Und was fast noch wichtiger ist: die meisten Personen nutzen die ersten ein bis zwei Stunden des Arbeitstages um ungestört Aufgaben abzuarbeiten. Dementsprechend wird man weniger unterbrochen und alle Welt (Mitarbeiter) arbeitet in Ruhe und Zufriedenheit bis das Telefon das erste Mal am Tag klingelt.

Nein-Sagen funktioniert, wenn man es richtig macht

Obwohl mich eher als introvertiert und bedacht beschreiben würde, habe ich seltsamerweise nie ein Problem damit gehabt zu sagen: Nein, tut mir leid, dass schaffe ich nicht.

Ich persönlich habe mir angewöhnt zusätzlich noch etwas dazu zu sagen. Nämlich einen Lösungsvorschlag zu bieten.

Nein, tut mir leid, dass schaffe ich nicht. Aber ab nächster Woche kann ich das gerne noch übernehmen, wenn ich meinen Tagesablauf anders strukturiere. Oder ich fange an, sobald Projekt X abgeschlossen ist.

Natürlich setzt das voraus, dass man richtig priorisiert. Manchmal ist das der einzige Weg zu Beginn nicht unterzugehen. Als neuer Mitarbeiter braucht man gerade für komplexere Aufgaben deutlich länger als erfahrene Kollegen.

Wie geht's weiter?

Nach stressigen vier Wochen habe ich nichts von meiner anfänglichen Motivation verloren. Ich bin nach wie vor sicher, dass ich den perfekten Job für mich gefunden habe. Ich bin gespannt wie es für mich weiter geht.


Wie waren eure ersten vier Wochen in eurem Job?

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Kommentare: 1
  • #1

    Anni Dee (Sonntag, 03 Juni 2018 15:05)

    Hey! Cooler Post, danke für deine Tipps- sie scheinen so simpel zu sein, sind aber trotzdem so hilfreich. Ich erwarte in den ersten Wochen immer zu viel von mir selbst und finde es persönlich schrecklich, erstmal nicht zu wissen "wie der Hase läuft", wo ich alles finde usw usw. Die ersten zwei Stunden des Tages sind bei mir auch die produktivsten, weshalb ich es als Gewinn ansehe wenn ich es früh aus dem Bett schaffe :)

    Allgemein - großes Lob an deinen Blog, lese ich total gerne :)

    Liebe Grüße,
    Anni Dee (vom BloggerBureau)

    anni-dee.de